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Preis der Baukammer

 

für besonders gute Abschluss- arbeiten auf dem Gebiet des Bauingenieur- und Vermessungs-
wesens an den Berliner Hoch-
schulen und der Technischen Universität Berlin.

Die Preisträger zurückliegender Jahre sind hier zu finden,

 

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Senat mit Berliner Verkehrspolitik überfordert?!

Die für das kommende Jahr angekündigten Streckensperrungen für die U2 und die U3 stellen für die Baukammer Berlin die Spitze des Eisbergs einer verfehlten Verkehrspolitik dar. Sicherlich zeigen die Zugausfälle, überfüllte Züge und auch Zugverspätungen bei der U Bahn die Notwendigkeit einer Sanierung und Instandhaltung des Streckensystems sowie auch für die dringende Neubeschaffung und den Ersatz der überalterten U Bahnzüge auf. Eine Streckensanierung jedoch im Winter durchzuführen, zeigt eine gewisse Ignoranz gegenüber dem Fahrgast. Während in den Sommermonaten mit einem geringeren Fahrgastaufkommen nicht nur aufgrund der Ferien, sondern auch Aufgrund des möglichen Umstiegs aufs Fahrrad zu rechnen ist und zudem bessere Bedingungen für die Bauarbeiten gegeben sind, ist dies in den Wintermonaten nicht der Fall. In den Wintermonaten muss grundsätzlich mit einem höheren Fahrgastaufkommen gerechnet werden, insbesondere auch dann, wenn man den Autofahrer vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr locken möchte. Die Bauarbeiten nunmehr in den Wintermonaten durchzuführen, kann man nur fassungslos zur Kenntnis nehmen.

Dies ist aber nur die Spitze des Eisbergs, da der öffentliche Nahverkehr deutliche Mängel aufweist. Auch wenn die Umfrage von rbb und Morgenpost hier positiv bewertet wurde, da 58 % der Berliner mit dem öffentlichen Nahverkehr zufrieden sein sollen, heißt das im Endeffekt aber auch, dass 42 % der Berliner unzufrieden sind und nur 58 % zufrieden sind. Es wäre sicherlich noch interessant, festzustellen, wie sich die 58 % der zufriedenen Nutzer differenzieren lassen, nämlich einmal hinsichtlich der Nutzungszeiten am Tag und zum anderen bezogen auf die Zonen des Nahverkehrssystems. Für Berlin-Mitte lässt sich jedenfalls aussagen, dass sich zwei wesentliche Buslinien, wie der 100er und der M29er, durch regelmäßige Ausfälle und Verspätungen auszeichnen. Dies ist umso schlimmer als  gerade im Kernbereich unserer Stadt der öffentliche Nahverkehr eine attraktive Alternative zum Individualverkehr darstellen sollte, was derzeit absolut nicht der Fall ist! Der Senat sollte froh sein, wenn keine Autofahrer vom Individualverkehr auf den öffentlichen Nahverkehr im Bereich der Zone A umsteigen wollen, da es sonst zum Verkehrsinfarkt aufgrund eines absolut unzureichenden öffentlichen Nahverkehrs kommt. Berlin braucht mehr Busfahrer, mehr Busse und endlich zeitgemäße U-Bahnwagen. Erst wenn dies der Fall ist, wird man erreichen können, dass der Bürger wechselt: vom eigenen Pkw zum Öffentlichen Nahverkehr. Bis dahin drohen Ärger, Kummer und ein Verkehrsinfarkt.

verantwortlich:
Prof. Dipl.-Ing. Axel C. Rahn

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