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Baukammerpreis

 

für besonders gute Abschlussarbeiten auf dem Gebiet des Bauingenieur- und Vermessungswesens an den Berliner Hochschulen und der Technischen Universität Berlin  

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Baufakultät der TU Dresden hält am Diplom fest

Professor Marx: Der deutsche Ingenieur ist eine Instanz

Das Diplom soll in Deutschland verschwinden und durch Bachelor- sowie Masterabschlüsse ersetzt werden. Doch in Dresden gibt es eine „Insel“. Dort macht man den europäischen Trend nicht rückhaltlos mit. Der Bauingenieur wird ein Diplom-Abschluss bleiben. Grit Strietzel sprach mit Steffen Marx, Professor an der Fakultät für Bauingenieurwesen der TU Dresden, über die Gründe.

Freie Presse: Das Studium zum Bauingenieur endet an der TU Dresden mit der Diplomarbeit und nicht mit dem Bachelor. Warum?

Steffen Marx: Der deutsche Ingenieur ist eine Instanz. Dieser Abschluss sichert ein Stück weit die Wettbewerbsfähigkeit der Ingenieure. Deshalb halten wir am Diplom fest.

Freie Presse: Aber in Sachsen gelten nur für wenige Studienrichtungen Ausnahmen von der Bachelor-Umstellung, so zum Beispiel für Medizin. Warum wehren sich die Bauingenieure gegen die in Europa einheitlichen Abschlüsse?

Marx: Der Diplomingenieur ist international anerkannt. Da gab und gibt es kein Problem. Das größte Hindernis liegt aus unserer Sicht woanders: Nach einem dreijährigen Bachelor-Studium wären die Absolventen nicht einsetzbar, weil ihnen die Praxisreife fehlt. Das wollen wir verhindern.

Freie Presse: Das heißt, fünf Jahre Studium ist sind aus ihrer Sicht notwendig, um ausreichend Fachwissen zu vermitteln?

Marx: Ja. Das zeigt der Aufbau der Ausbildung. Im dreijährigen Grundstudium geht es in erster Linie um mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen und Bauphysik-Kenntnisse. Im anschließenden Vertiefungsstudium entscheiden sich die Studenten für eines von sechs Fachgebieten – zum Beispiel den konstruktiven Ingenieurbau. Danach sind sie fachliche Experten.

Freie Presse: Aber Sie haben das Bauingenieurstudium trotzdem den Anforderungen des Bologna-Prozesses angepasst?

Marx: Wir haben das Studium umstrukturiert und modular aufgebaut. Das ist ja eine Forderung. Das bedeutet, die Studenten können bestimmte Module wählen und so mit festlegen, was sie interessiert.

Freie Presse: Der Diplom-Ingenieur im Bauwesen hat für Sie also eine Zukunft?

Marx: Auf jeden Fall. Die Einsatzmöglichkeiten sind enorm vielfältig – vom eigenen Ein-Mann-Büro über die Baustelle bis hin zur Arbeit in einer Behörde. Dadurch ist die Nachfrage an Diplom-Bauingenieuren relativ konjunkturunabhängig.

http://www.freiepresse.de//NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES_REGIONAL/1527945.html

 

 

 

 

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