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Preis der
Baukammer Berlin
2017

 

für besonders gute Abschluss- arbeiten auf dem Gebiet des Bauingenieur- und Vermessungswesens an den Berliner Hochschulen und der Technischen Universität Berlin aus dem Jahr 2017.

 

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Marke Diplom-Ingenieur ist unverzichtbar

Die Bundesingenieurkammer als Vertretungsorgan der Ingenieurkammern der Länder mit ca. 43.000 Mitgliedern begrüßt ausdrücklich die Wiedereinführung des renommierten Studienabschlusses „Diplom- Ingenieur“ durch die Technischen Universitäten.

Die 16 Ingenieurkammern der Länder haben sich bereits am 30.10.2009 in Saarbrücken anlässlich der 45. Bundesingenieurkammerversammlung in einer Resolution für den Diplom-Ingenieur als Studienabschluss ausgesprochen. Sie haben bekräftigt, dass der Ingenieurberuf ein geistig-schöpferischer Beruf mit langer Tradition und großer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung in unserem Land ist. Dies gilt sowohl im Hinblick auf die Erfüllung der allseits gestiegenen Ansprüche an unsere gebaute Umwelt, an die notwendige Steigerung der Energieeffizienz, die Sicherstellung einer adäquaten Infrastruktur als auch eine Betrachtung von Bauwerken als Wirtschaftsgut über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg.

Die so genannte Bologna-Erklärung der EU-Mitgliedstaaten, die zur Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge geführt hat, enthält keinen Zwang, das Diplom als Abschlussbezeichnung aufzugeben.

„Wir wollen, dass Deutschland neben Österreich und Frankreich an dem bewährten und allgemeinen anerkannten Diplomgrad festhält.“, bekräftigt der Präsident der Bundesingenieurkammer, Dr.-Ing. Jens Karstedt, und ergänzt: „Die an das Ingenieurwesen gestellten hohen Anforderungen erfordern von Absolventen der Ingenieurfakultäten eine solide naturwissenschaftliche und ingenieurtechnische komplexe Ausbildung, die wir nach den Langzeiterfahrungen aus der Praxis mit dem Diplom-Ingenieur sichergestellt sehen.

Hinzu kommt, dass die Marke „Diplom-Ingenieur“ international gesehen hohe Reputation genießt und geradezu ein Synonym für technische Innovation, Präzision und Qualität „Made in Germany“ ist. Ich appelliere daher auch an die Bundesregierung, sich koordinierend dafür einzusetzen, dass für den Erhalt der Ausbildungsqualität auf dem Niveau des Diplom-Ingenieurs weiterhin Angebote von Hochschulen und Universitäten vorgehalten werden. Der Diplom-Ingenieur ist eine deutsche Erfolgsgeschichte und eine echte Marke geworden. Der Titel steht für Qualität, die in Zeiten des verschärften internationalen Wettbewerbs keine Abstriche erlaubt. Es wäre ein großer Schaden, diese Marke guter Ingenieurausbildung als Alleinstellungsmerkmal im globalen Wettbewerb der Universitäten aufzugeben.

Mein Appell richtet sich auch an die Ständige Konferenz der Kultusminister, sich auf ihrer kommenden Herbstsitzung für die Wiedereinführung des Diplom-Ingenieurs einzusetzen.“

RA Thomas Noebel
Bundesgeschäftsführer
Bundesingenieurkammer

Kein Ding ohne ING. - eine Initiative für den Ingenieurberuf.