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Tag der Umbaukultur: Berlin muss dem Bestand Vorrang geben
Pressemitteilung
6. November 2026
Architektenkammer Berlin fordert vom Senat verbindliche Umnutzungsprüfungen und bessere Rahmenbedingungen für Umbauprojekte.
Zum bundesweiten Tag der Umbaukultur am 8. November fordert die Architektenkammer Berlin den Senat auf, dem Erhalt und Umbau bestehender Gebäude konsequent Vorrang einzuräumen. Vor dem Abriss landeseigener Gebäude müssen Alternativen verbindlich geprüft werden. Zugleich braucht es einfachere Genehmigungsverfahren, bessere Förderbedingungen und eine zentrale Koordination für Umbauvorhaben. Wie dieser Kurswechsel gelingen kann, zeigt die im September veröffentlichte Berliner Umbauagenda mit 18 Kernmaßnahmen.
Der Handlungsdruck ist groß: Ende September 2026 standen in Berlin laut BNP Paribas Real Estate mehr als 2,1 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer. Nicht jede Fläche eignet sich für eine Umnutzung. Doch angesichts des Bedarfs an Wohnraum und sozialer Infrastruktur müssen die Möglichkeiten bestehender Gebäude konse-quenter ausgeschöpft werden. Ihr Erhalt kann wertvolle Baustoffe und Ressourcen bewahren und zusätzliche Emissionen vermeiden.
„Wer heute ein bestehendes Gebäude weiterentwickeln will, darf nicht länger schlechtere Bedingungen vorfinden als beim Neubau. Berlin muss seine Regeln so gestalten, dass Erhalt und Umbau zur naheliegenden Lösung werden“, betont Prof. Eike Roswag-Klinge, Präsident der Architektenkammer Berlin.
Die Berliner Umbauagenda benennt konkrete Maßnahmen, die ohne neues Gesetzgebungsverfahren umgesetzt werden können. Ein Abrissmoratorium für öffentliche Liegenschaften soll sicherstellen, dass vor dem Abriss landeseigener Gebäude Erhalt, Umbau oder Umnutzung geprüft und die Ergebnisse dokumentiert werden. Ein Erlass soll die in der Berliner Bauordnung vorgesehenen Spielräume für gleichwertige Lösungen bei Umbauten konsequent nutzbar machen – ohne Abstriche bei Sicherheit, Gesundheit und Barrierefreiheit. Eine oder ein Umbaubeauftragter des Senats soll Projekte behördenübergreifend koordinieren und durch Genehmigungs-verfahren begleiten. Weitere Vorschläge betreffen die frühzeitige Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden, die Förderung von Bestandsumbauten und die Wiederverwendung von Bauteilen.
Die Zukunft Berlins entscheidet sich nicht allein im Neubau, sondern auch darin, wie wir mit dem Bestehenden umgehen. Die Berliner Umbauagenda
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Architektenkammer Berlin
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