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Weiterbildungsveranstaltungen der Fachgruppen

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Luftdichtheitskonzept – Luftdichtheit von Gebäuden

Veranstaltung-Nr. II-21
Kategorie Weiterbildungsveranstaltungen der Fachgruppen
Bereich FG 4: Technische Gebäudeausrüstung
Teilnehmerkreis Ingenieure und Architekten
Ort Baukammer Berlin Heerstraße 18/20
14052 Berlin
Termin Mittwoch
29.03.2023
10:00-18:00 Uhr
Gebühr Mitglieder 100 €, Nichtmitglieder 300 €, Studenten 25 €
Referent Dipl.-Ing. (FH) Oliver Solcher
Details Luftdicht bauen ist mehr als die Dichtheit der Gebäudehülle prüfen. Auch wenn als Hauptforderung des GEG von vielen Köpfen immer noch die Luftdurchlässigkeitsprüfung und Einhaltung von Dichtheitswerten angesehen wird, geht diese doch viel weiter: Es wird für alle neu zu errichtenden Gebäude eine dauerhaft luftundurchlässige wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen gefordert. Die Dichtheitsprüfung ist jedoch nach GEG gar nicht verpflichtend, sondern kann zur Verminderung der Lüftungswärmeverluste in der Energiebilanz genutzt werden.
Die BEG-Förderung geht in Ihren Anforderungen weiter: Bei Wohn- und Nichtwohngebäuden ist bei allen Maßnahmen auf eine wärmebrückenreduzierte und luftdichte Ausführung zu achten. Darüber sind Nachweise zu führen, wie z.B. die Planung zur Gebäudeluftdichtheit (Luftdichtheitskonzept).
Der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen hat in Zusammenarbeit mit der KfW einen Leitfaden zum Luftdichtheitskonzept entwickelt. Hier wird die Planung in Grobkonzept und Detailplanung unterteilt, eine Aufteilung, die sich mit der Vorgehensweise beim individuellen Sanierungsplan des BMWi deckt.
Zum luftdichten Bauen gehören jedoch nach der hierfür anzuwendenden DIN 4108-7 neben der sorgfältigen Planung auch die Ausschreibung, die Ausführung und die Koordinierung der angrenzenden Gewerke. Die Planung ist also nur der erste aber sehr wichtige Schritt eine schadensfreie Gebäudehülle sicherzustellen.
Bei der Baubegleitung werden dann ggf. bei der Ausführung verursachte Fehlstellen in der Luftdichtheitsebene festgestellt. In diesem Zusammenhang taucht immer wieder die Frage auf, wie mit derartigen Leckagen umzugehen ist und ob es eine einfache Bewertungsmöglichkeit dafür gibt. Hierzu liegt das Forschungsvorhaben „Bewertung von Fehlstellen in Luftdichtheitsebenen – Handlungsempfehlung für Baupraktiker“ vor, dass der FLiB e.V. zusammen mit dem AIBau und dem Fraunhofer Institut für Bauphysik mit Mitteln der Forschungsinitiative Zukunft Bau durchgeführt hat.
Das Ergebnis der Prüfung der Luftdurchlässigkeit der Gebäude-hülle ist das übliche Merkmal der Luftdichtheit von Gebäuden. Allerdings wird dieses Ergebnis unterschiedlich eingesetzt. Dient es für die öffentlich-rechtliche Sichtweise (EnEV, GEG) als Nachweis der Einhaltung von Grenzwerten, wird es bei der energetischen Berechnung nach DIN V 18599, der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 oder auch der für Lüftungskonzepte angewendeten DIN 1946-6 als Rechengröße verwendet. Deshalb sind bei der Prüfung nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Randbedingungen der Messung wichtig. Dem Prüfbericht der Dichtheitsprüfung kommt deshalb eine größere Bedeutung zu.

- Anforderungen an die Luftdichtheit von Gebäuden
- Luftdichtheitskonzept
- Leckagen und die Bewertung von Fehlstellen in der Luftdichtheitsebene
- Anforderungen an die Messung der Luftdurchlässigkeit der Gebäudehülle
- DIN EN ISO 9972:2018-12 versus DIN EN 13829
- Dichtheitsanforderungen im GEG
- Prüfbericht

Die Fortbildung wird für die Verlängerung der Eintragung in der Energieeffizienz-Expertenliste mit 8 Unterrichtseinheiten (Wohngebäude), 8 Unterrichtseinheiten (Nichtwohngebäude) und 8 Unterrichtseinheiten (Energieaudit DIN 16247 (BAFA)) angerechnet.
Organisatorische Hinweise Mitglieder der AK Berlin und einiger IngK können z. d. gleichen Konditionen wie BK-Mitglieder teilnehmen, bitte geben Sie bei der Anmeldung an, welcher Kammer Sie angehören.
Kein Ding ohne ING. - eine Initiative für den Ingenieurberuf.