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Preis der
Baukammer Berlin
2017

 

für besonders gute Abschluss- arbeiten auf dem Gebiet des Bauingenieur- und Vermessungswesens an den Berliner Hochschulen und der Technischen Universität Berlin aus dem Jahr 2017.

 

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Müller zur Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Berlin-München

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärt zur Inbetriebnahme der neuen Schnellverbindung der Deutschen Bahn zwischen der deutschen Hauptstadt und München am 8. Dezember 2017:

„In weniger als vier Stunden mit dem ICE-Sprinter von Berlin nach München – das ist künftig deutlich schneller und bequemer als mit dem Auto. Ich freue mich gemeinsam mit den Berlinerinnen und Berlinern über diesen durchgreifenden Fortschritt im überregionalen Personenverkehr. Durch die neue Strecke gewinnen die Bürgerinnen und Bürger auch im Berliner Umland ganz neue Reisemöglichkeiten, denn die Geschwindigkeit lässt viele interessante Ziele viel näher rücken. Das lässt mich auch auf eine gewisse Entlastung der Fernstraßen hoffen. Die Deutsche Bahn schließt mit dem Start dieser Neu- und Ausbaustrecke zugleich eines der großen Infrastruktur- und Investitionsprojekte im Osten unseres Landes ab, das in naher Zukunft seine positiven ökologischen und ökonomischen Wirkungen entfalten wird.“

Der Regierende Bürgermeister weiter: „Auf Kurz- und Mittelstrecken fällt die Umweltbilanz der Bahn besser aus als die des Flugverkehrs, auch wenn dies zwischen der Hauptstadt und München mutmaßlich nicht die gleichen durchgreifenden Folgen haben wird wie auf der Verbindung nach Hamburg, wo es inzwischen gar keinen Luftverkehr mehr gibt. Dennoch erwächst daraus die Notwendigkeit, dass wir in erster Linie bei der Lufthansa nach Konkurs und Zerschlagung der Air Berlin mit noch größerer Dringlichkeit nachhaltige Verbesserungen bei den direkten internationalen Verbindungen Berlins auf der Langstrecke einfordern.“

Müller: „Auch wirtschaftlich wird sich die neue schnelle Bahnverbindungen auszahlen, namentlich für die Länder, durch die die neue ICE-Linie verläuft: Berlin und Bayern, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und auch Brandenburg. Unsere Stadt ist künftig aus den zentralen Regionen dieser Länder schneller und besser erreichbar, Wege werden kürzer, und mit der Beschleunigung der Verbindungen eröffnen sich neue Möglichkeiten von Kommunikation, Austausch und nicht zuletzt für den Tourismus, und zwar in allen Richtungen.“

Müller abschließend: „Ich begrüße herzlich meine Amtskollegen unter den Ministerpräsidenten bzw. deren Vertretungen, die morgen mit dem Sonder-ICE, der in der bayerischen Hauptstadt abfährt, zum Festakt der Deutschen Bahn nach Berlin kommen. Mein besonderer Dank gilt jedoch den vielen Menschen, die an den teils schwierigen und durchaus risikovollen Bauarbeiten beteiligt waren, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Bahn, die die neue Strecke in Zukunft betreiben werden.“

Pressemitteilung vom 07.12.2017

Neue Verordnung über Bauvorlagen und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung-BauVerfV)

vom 15. November 2017 im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin veröffentlicht

GVBl. Nr. 31 vom 30. November 2017

EU-Vertragsverletzungsverfahren, Digitalisierung, Architekten- und Ingenieurvertragsrecht 2018 – Zentrale Themen der AHO-Herbsttagung 2017

Mitten in einer Zeit intensiver politischer Verhandlungen um die Regierungsbildung nach der Bundestagswahl fand am 23.11.2017 die diesjährige AHO-Herbsttagung unter dem Motto „EU-Vertragsverletzungsverfahren und die Zukunft der HOAI“ im Ludwig Erhard Haus in Berlin statt.


Der Vorsitzende des AHO, Dr.-Ing. Erich Rippert, sprach in seiner Eingangsrede unter anderem das besondere Anliegen des Berufsstandes an, wieder ein einheitliches Bau- und Verkehrsministerium zu bekommen. Unterstützung hierfür erhielt er durch den Bundestagsabgeordneten und Sprecher der CSU-Landesgruppe für Wirtschaft und Energie, Verkehr und digitale Infrastruktur, Bildung und Forschung, Tourismus, Herrn Karl Holmeier. „Die Trennung der Bereiche Hochbau- und Infrastruktur hat sich nicht bewährt. Das war ein Fehler, den wir rückgängig machen müssen“, so Holmeier in seinem Grußwort an die ca. 150 Teilnehmer.

Der Abgeordnete hob zudem die Bedeutung der Freien Berufe hervor, die mit einer Kultur von Unternehmertum, gesellschaftlicher Verantwortung und Leistungsbereitschaft ganz wesentlich zur Wirtschaftskraft in Deutschland und damit auch in Europa beitragen. Angesichts der enormen Herausforderungen, insbesondere im Infrastrukturausbau, sind einerseits die entsprechenden finanziellen Rahmenbedingungen erforderlich, aber auch ausreichende Kapazitäten im Planungsbereich. Das Zukunftsthema Digitalisierung werde für die künftige Bundesregierung eine zentrale Rolle spielen. Dafür bedürfe es der richtigen Weichenstellungen in dieser Legislaturperiode, unterstrich der Abgeordnete.

Das Thema Digitalisierung griff Dr.-Ing. Ulrich Huber, Sachgebietsleiter Geoinformationssysteme im Landratsamt Cham auf, der mit seinem Fachvortrag zum Thema „Praktische Ansätze zur Digitalisierung von Bauleitplanungs- und Baugenehmigungs-Verfahren“ den Gästen viele interessante Denkanstöße zu strukturellen, technischen und politischen Prämissen geben konnte.

„Die zunehmende Digitalisierung des Planungs- und Bauwesens systematisch weiterzuentwickeln wird eine wichtige Rolle für die neue Bundesregierung und die HOAI spielen“, so der Ministerialdirigent und Architekt Lothar Fehn Krestas, Leiter der Unterabteilung Bauwesen, Bauwirtschaft im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in seiner Rede. Er betonte, dass es nicht um eine von oben verordnete, verpflichtende Anwendung der BIM-Methode gehe, sondern darum, in Zukunft Effizienzpotentiale für Planungs- und Bauprozesse zu nutzen und dabei schrittweise und praxisorientiert in den geeigneten Fällen die digitale Planungsmethode BIM zu implementieren. In diesem Prozess legt das BMUB besonderen Wert auf die Beachtung der bewährten rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die Trennung von Planung und Ausführung und die „losweise“ Vergabe unter Berücksichtigung der Interessen aller Projektbeteiligten, insbesondere der für Deutschland typischen großen Anzahl kleiner und mittlerer Planungsbüros, so Fehn Krestas, der dabei auch auf die Bedeutung der praxisrelevanten Zuarbeit im Hinblick auf Leistungsbilder der HOAI und Honorarempfehlungen durch den AHO und weitere Berufsverbände hinwies.

Der Leiter des Referats „Vertretung der Bundesrepublik Deutschland vor den europäischen Gerichten“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Ministerialrat Thomas Henze, skizzierte in seinem Vortrag die Historie sowie den Gang des EU-Vertragsverletzungsverfahrens HOAI. Dabei wies er besonders auf die Bedeutung des Nachweises des Zusammenhangs zwischen den verbindlichen Mindest- und Höchstsätzen der HOAI und der Qualität der Planungsleistungen hin sowie der Schwierigkeit der entsprechenden Beweisführung. „Mit diesem Verfahren betritt auch die Bunderegierung Neuland“, so Henze an die Gäste der Herbsttagung, da die Ansprüche des Europäischen Gerichtshofs mit Blick auf die Tiefe der Nachweispflicht bislang noch nicht abschließend gerichtlich geklärt sind. Realistisch könne etwa Ende 2018 mit einem Urteil des EuGH gerechnet werden. Die Bundesregierung werde vor dem Europäischen Gerichtshof die HOAI weiterhin ohne Kompromisse verteidigen und alles daran setzen, um das Verfahren zu gewinnen. In diesem Kontext dankte Henze für die Unterstützung durch AHO, BAK und BIngK, die mit ihren Rechtsgutachten sowie empirisch-ökonomischen Gutachten in der Sache wertvolle Unterstützung liefern konnten.

Das ab 1.1.2018 anzuwendende neue Architekten- und Ingenieurvertragsrecht ist für Planer überwiegend positiv, so lautete die Botschaft des Rechtsexperten und Mitherausgebers eines namhaften HOAI-Kommentars, Dr. Wolfgang Koeble. Allerdings sollten Architekten die Inhalte der sog. „Zielfindungsphase“ gemäß § 650 p Abs. 2 BGB vertraglich möglichst genau definieren und zu den Planungsleistungen der HOAI abgrenzen, denn die neuen unbestimmten Rechtsbegriffe Planungsgrundlage und Kosteneinschätzung würden im juristischen Schrifttum aktuell in großer Bandbreite ausgelegt, warnte Dr. Koeble.

Schließlich präsentierten die Mitglieder des AHO-Arbeitskreises BIM Prof. Hans-Georg Oltmanns, Dipl.-Ing. Architekt Georg Brechensbauer und Dipl.-Ing. Architekt Matthias Reif vorab die Grundzüge des neuen Heftes in der AHO-Schriftenreiche „Die BIM-Methode im Planungsprozess der HOAI“, das im kommenden Jahr erscheinen wird.

Mit einer Rekordbeteiligung von mehr als 1700 Teilnehmern konnte die gemeinsam von AHO, VBI und BIngK durchgeführte Jahresumfrage „Wirtschaftliche Lage der Ingenieure und Architekten“ für das Jahr 2016 abgeschlossen werden. Dr. Rippert dankte allen Beteiligten für Ihre Mitwirkung.

Die Präsentation der zentralen Ergebnisse ergibt ein überwiegend positives Bild. So ist beispielsweise die Umsatzrendite (ohne Unternehmensbedarf und vor Steuern) im Vergleich zum Vorjahr von 15,6 % auf 21,6 % im Durchschnitt gestiegen. Dabei handelt es sich aber zum Teil auch um notwendige Nachholeffekte aus den infolge der Finanzkrise schwachen Jahren 2009 – 2012, resümiert der AHO-Vorstandsvorsitzende und betonte, dass zu der erfreulichen Entwicklung auch die Anpassung der Honorarsätze der HOAI im Jahr 2013 beigetragen hat. Ungebrochen ist die Nachfrage nach festangestellten Architekten und Ingenieuren. 40,9 % der Architekturbüros meldeten einen zusätzlichen Bedarf an Architekten. Bei den Ingenieurbüros prognostizierten für das Jahr 2018 sogar mehr als die Hälfte der befragten Büros (53,6 %) einen höheren Personalbedarf.

Quelle: Pressemitteilung des AHO vom 24.11.2017

Sicheres Bauen weiterhin möglich

In einer gemeinsamen Erklärung haben am 23.11.2017 Bundesarchitektenkammer, Bundesingenieurkammer sowie Verbände der Bausachverständigen, der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, des Baustoffhandels und der Baustoffhersteller ein System zur Ausschreibung und Bestellung von Bauprodukten vorgestellt. Mit diesem System ist sicheres Bauen in Deutschland auch weiterhin möglich. Es erlaubt bis zur vollständigen Harmonisierung der europäischen Normen die Einhaltung und den Nachweis bauordnungsrechtlicher Anforderungen an ein Bauwerk.

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes hatte 2014 zu einem Verbot des in Deutschland gebräuchlichen „Ü-Zeichens“ für CE-gekennzeichnete Bauprodukte geführt. Um dennoch die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an ein Bauwerk zu gewährleisten, können jetzt privatrechtliche Anforderungsdokumente verwendet werden. Hier werden bereits bei der Ausschreibung bzw. Beschaffung für das jeweilige Bauprodukt die entsprechenden Leistungsmerkmale sowie dessen Gütesicherung festgelegt, die zur Erfüllung der Bauwerksanforderungen in Herstellererklärungen oder Gutachten nachzuweisen sind.

Die jeweiligen Anforderungsdokumente können außerdem zur Grundlage von Verträgen und der Bestell- und Lieferunterlagen von Leistungen zur Bauausführung gemacht werden. Dadurch wird sichergestellt, dass von der Planung bis zur Ausführung alle bauaufsichtlich notwendigen Beschreibungen, Nachweise und Bestätigungen von Bauproduktherstellern und Bauunternehmen für den Bauherrn und die Baubehörde vorliegen.

Gemeinsame Erklärung

Hintergrund:
Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) C-100/13 vom 16.10.2014 stellt klar, dass an europäisch harmonisierte, CE-gekennzeichnete Bauprodukte keine zusätzlichen staatlichen nationalen Anforderungen gestellt werden dürfen. Diese wurden bisher in Deutschland zusätzlich durch das sogenannte „Ü-Zeichen“ ausgewiesen.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Bundesingenieurkammer und der Bundesarchitektenkammer vom 23.11.2017

Straßenbahnausbau: Es geht voran

Planfeststellungsunterlagen für die Strecke Hauptbahnhof – U-Bahnhof Turmstraße werden öffentlich ausgelegt

Die Erweiterung des Straßenbahnnetzes kommt voran. Mit der Auslegung der Unterlagen beginnt das Planfeststellungsverfahren, an dessen Ende der Planfeststellungsbeschluss steht. Danach kann mit dem Bau der Strecke begonnen werden. Mit einer Inbetriebnahme der neuen Strecke ist Ende 2020 zu rechnen.

Die neue Straßenbahnstrecke vom Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Turmstraße verbessert die Erschließung der dicht bebauten Gebiete in Moabit mit dem öffentlichen Nahverkehr. Es entstehen neue Direktverbindungen in Ost-West-Richtung zwischen Moabit, den Stadtentwicklungsgebieten am Hauptbahnhof sowie mit der östlichen Innenstadt. Am Hauptbahnhof wird es eine attraktive Verknüpfung zu Fern-, Regional- und S-Bahn sowie zur U-Bahn geben. Am U-Bahnhof Turmstraße entsteht über kurze Wege eine direkte Umsteigemöglichkeit zur in Nord-Süd-Richtung verkehrenden U-Bahnlinie 9.

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, sagt: „Mit der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens gehen wir einen wichtigen Schritt auf dem Weg, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu gestalten. Die Straßenbahn ist deutlich schneller und kostengünstiger realisierbar als eine U-Bahn. Sie ist effektiver als der Bus, weil sie deutlich mehr Fahrgäste transportieren kann. Die Straßenbahn ist daher besonders geeignet, das ÖPNV-Angebot schnell an die Bedürfnisse der rasant wachsenden Stadt anzupassen.“

Die Planfeststellungsunterlagen können von allen Bürgerinnen und Bürgern eingesehen werden:

Wann: 27. November 2017 bis einschließlich 05. Januar 2018
– nicht vom 22. Dezember 2017 bis einschließlich 02. Januar 2018 –

Montag bis Mittwoch: 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Donnerstag: 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Freitag: 08.00 Uhr bis 13.00 Uhr
sowie nach telefonischer Vereinbarung: 030-901833-600

Wo: Bezirksamt Mitte von Berlin,
Abt. Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit
Rathaus Tiergarten
Mathilde-Jacob-Platz 1, Raum 325
10551 Berlin
Telefon: 030-901833-600

Mehr Informationen:
www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/oepnv/planungen/de/m10.shtml

Hinweise zu Aufbewahrungsfristen bis 31.12.2017

Für Buchführungsunterlagen gelten bestimmte Aufbewahrungsfristen (vgl. § 147 AO). Im Jahresabschluss kann ggf. für die zukünftigen Kosten der Aufbewahrung dieser Unterlagen eine Rückstellung gebildet werden. Mit Ablauf der gesetzlichen Fristen können nach dem 31. Dezember 2017 insbesondere folgende Unterlagen vernichtet werden:

10-jährige Aufbewahrungsfrist:

  • Bücher, Journale, Konten usw., in denen die letzte Eintragung 2007 und früher erfolgt ist
  • Jahresabschlüsse, Lageberichte, Eröffnungsbilanzen und Inventare, die 2007 oder früher aufgestellt wurden sowie die zu ihrem Verständnis erforderlichen Unterlagen
  • Buchungsbelege (z. B. Rechnungen, Bescheide, Zahlungsanweisungen, Kontoauszüge, Lohn- bzw. Gehaltslisten, Reisekostenabrechnungen, Bewirtungsbelege) aus dem Jahr 2007

6-jährige Aufbewahrungsfrist:

  • Lohnkonten und Unterlagen (Bescheinigungen) zum Lohnkonto mit Eintragungen aus 2011 oder früher
  • sonstige Dokumente (z. B. Ausfuhr- bzw. Einfuhrunterlagen, Auftragsbücher, Frachtbriefe, abgelaufene Darlehensverträge, Versicherungspolicen) sowie Geschäftsberichte aus dem Jahr 2011 oder früher
    (Hackmann Wirtschaftsprüfer, Wiesbaden)

Aufzubewahren sind alle Unterlagen, die zum Verständnis und zur Überprüfung der Aufzeichnungspflichten von Bedeutung sind; dies gilt sowohl für Unterlagen in Papierform als auch für alle Unterlagen in Form von Daten, Datensätzen und elektronischen Dokumenten, aus denen hervorgeht, dass die Ordnungsvorschriften und deren Einhaltung umgesetzt wurden. Eingehende elektronische Rechnungen, Handels- und Geschäftsbriefe oder sonstige bedeutsame Dokumente sind in dem Format unverändert aufzubewahren, in dem sie empfangen wurden (z. B. im PDF- oder Bildformat); sie dürfen nicht vor Ablauf der Aufbewahrungsfrist gelöscht werden. Eine Umwandlung in ein anderes Format ist nur zulässig, wenn die maschinelle Auswertbarkeit (durch die Finanzverwaltung) nicht eingeschränkt wird und keine inhaltlichen Veränderungen vorgenommen werden. Entsprechendes gilt für selbst erzeugte Dokumente wie Ausgangsrechnungen. Werden Papierdokumente in elektronische Dokumente umgewandelt („gescannt“), muss das Verfahren dokumentiert werden, durch das insbesondere die inhaltliche Übereinstimmung mit dem Original sowie die Lesbarkeit und Vollständigkeit sichergestellt werden. Die Aufbewahrungsfristen gelten auch für die steuerlich und sozialversicherungsrechtlich relevanten Daten der betrieblichen EDV (Finanz-, Anlagen- und Lohnbuchhaltung). Während des Aufbewahrungszeitraums muss der Zugriff auf diese Daten möglich sein. Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung in das Buch gemacht, das Inventar, die Eröffnungsbilanz, der Jahresabschluss oder der Lagebericht aufgestellt, der Handels- oder Geschäftsbrief empfangen oder abgesandt worden oder der Buchungsbeleg entstanden ist, ferner die Aufzeichnung vorgenommen worden ist oder die sonstigen Unterlagen entstanden sind. Die Vernichtung von Unterlagen ist allerdings dann nicht zulässig, wenn die Frist für die Steuerfestsetzung noch nicht abgelaufen ist (vgl. §§ 169, 170 AO).

Quelle: DIB 11-2017 – Länderbeilage Hessen

Aufruf: Besetzung des Wahlvorstandes

Im Jahr 2018 finden wieder die Wahlen zur Vertreterversammlung und des Vorstandes statt. Laut Wahlordnung wird der Wahlvorstand mindestens drei Monate vor dem Beginn der Neuwahlen durch die aktive Vertreterversammlung gewählt. Der Wahlvorstand besteht aus mindestens sieben Mitgliedern und deshalb suchen wir für die Besetzung des Wahlvorstandes interessierte Mitglieder.

Bitte beachten Sie, dass Sie für eine Kandidatur Mitglied der Kammer sein müssen und das passive Wahlrecht nicht wahrnehmen dürfen.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Geschäftsstelle der Baukammer Berlin, Tel: 030/79 74 43 0 oder eMail: info@baukammerberlin.de.

Sechs Brücken im Finale

Jury nominiert Bauwerke in Hessen, Baden-Württemberg, Thüringen, Niedersachsen und zwei bayerische Projekte für den Brückenbaupreis 2018

Die Jury des Deutschen Brückenbaupreises hat im Oktober getagt. Aus insgesamt 29 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen wurden in den beiden Wettbewerbskategorien jeweils drei Brücken für den Deutschen Brückenbaupreis 2018 nominiert.

Nominiert in der Kategorie Straßen- und Eisenbahnbrücken sind:
• die Lahntalbrücke Limburg, Hessen,
• das Pilotbauwerk Greißelbach, Oberpfalz, und
• die Bleichinselbrücke Heilbronn.

Zur Begründung heißt es: „Die neue Lahntalbrücke wird für den Deutschen Brückenbaupreis nominiert, weil sie sich zwischen Limburger Dom und einer markanten Bahnbrücke elegant behauptet und zugleich dezent in die Umgebung einfügt. Der Ersatzneubau ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie traditionelle Ingenieurbaukunst gepaart mit neuen Ideen ästhetische Qualität mit kostengünstiger Herstellung verbinden kann“, urteilt die Jury.
„Das Pilotbauwerk Greißelbach demonstriert in kleinem Maßstab, wie durch modulares Bauen mit Fertigteilen nachhaltige Konstruktionen schnell und wirtschaftlich realisiert werden können.“ Damit sei das innovative Pilotprojekt wegweisend für den effizienten Ersatz einer alternden Verkehrsinfrastruktur, wertet die Jury.

Die Bleichinselbrücke wurde nominiert, „weil sie in idealer Weise die Anforderungen an ein schönes, wartungsarmes und preiswertes Bauwerk erfüllt. Sie passt sich sensibel in ihr städtisches Umfeld ein und erzielt mit ihrer modernen Formensprache dennoch einen hohen Wiedererkennungswert.“

Um den Preis in der Kategorie Fuß- und Radwegbrücken konkurrieren:
• der Isarsteg Nord, Freising,
• die Hennebergbrücke Braunschweig und
• die Schaukelbrücke im Park an der Ilm in Weimar.

Der Isarsteg Nord in Freising ist nominiert, „weil er sich mit seiner skulpturalen Gestalt in Verbindung mit einer hohen Schlankheit und der Patina des für das integrale Rahmentragwerk verwendeten wetterfesten Stahls organisch in die Auenlandschaft der Isar einfügt.“

Die Hennebergbrücke hat die Jury durch ihre Leichtigkeit, zurückhaltende Gestaltung und konstruktive Konsequenz überzeugt. „Die schlanke Stahlbalkenbrücke ist bis ins Detail sorgfältig gearbeitet und ihrem Umfeld angepasst. Die Fugen- und lagerlose Konstruktion macht das Bauwerk langlebig und wartungsarm.“

Die Instandsetzung der historischen Schaukelbrücke wurde nominiert, „weil sie ein gelungenes Beispiel dafür ist, wie historische Tragwerke für die Zukunft gesichert, in ihrer Funktion erhalten und weitgehend unverändert für eine Nutzung auch nach heutigen Maßstäben ertüchtigt werden können.“

Die Jury war in diesem Jahr besonders erfreut darüber, dass wieder mehr kleinere Brücken zum Wettbewerb eingereicht wurden. „Damit werden Bauwerke in den Mittelpunkt gerückt, die in unserem Leben eine große Rolle spielen, weil oft gerade die kleinen Brücken in vielen Städten und Gemeinden entscheidend sind für Attraktivität und Bürgerfreundlichkeit“, erklärte Prof. Dr. Manfred Curbach als Juryvorsitzender. Die eingereichten Vorschläge waren durchweg von hoher Qualität. Mit der Auswahl der besten drei Brücken aus jeder Kategorie hatte die Jury somit erneut schwierige Entscheidungen zu treffen.

Aus den nominierten Bauwerken wählt die Jury bei ihrer zweiten Sitzung Anfang 2018 die beiden Siegerbrücken aus. Bis zur Preisverleihung am 12. März 2018 in Dresden bleiben die Preisträger geheim.

Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure VBI vergeben den Preis im kommenden Jahr zum siebten Mal. Das Bundesverkehrsministerium fördert den Preis und hat erneut die Schirmherrschaft übernommen.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Bundesingenieurkammer und des VBI vom 08. November 2017

Einheitliche Standards bei der BIM-Fort- und Weiterbildung

Ingenieurkammern der Länder einigen sich auf gemeinsames Vorgehen

Die Digitalisierung des Planungs- und Bauwesens schreitet in Deutschland massiv voran. Entsprechend umfangreich ist der Bedarf an qualifizierten Fort- und Weiterbildungsangeboten für Ingenieurinnen und Ingenieure. Um Fort- und Weiterbildungen auf einem qualitativ hohen Niveau zu sichern, haben sich die Ingenieurkammern der Länder auf der Bundeskammerversammlung am 20. Oktober 2017 in Potsdam auf einen bundesweit einheitlichen Fort- und Weiterbildungsstandard anhand der VDI/bS-Richtlinie 2552 Bl. 8.1 verständigt. Mit der Einführung des „BIM Standards Deutscher Ingenieurkammern“ wird ein qualitätsgesichertes und flächendeckendes Angebot geschaffen.

Doch auch die Politik ist hier gefragt und sollte ihre Kräfte angesichts des zunehmenden Handlungsbedarfs durch die Digitalisierung noch stärker bündeln – sowohl im Bereich der Infrastruktur, als auch beim Hochbau. „Es ist aus unserer Sicht unerlässlich, dass diese beiden Ressorts in einer künftigen Bundesregierung wieder unter einem Dach fungieren“, so der Präsident der Bundesingenieurkammer, Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer. „Es ergibt keinen Sinn, wenn Hoch- und Tiefbau nicht zusammenwirken. Dafür ist das Thema auch im Hinblick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Planerinnen und Planer zu wichtig“, erläuterte Kammeyer eine Forderung aus den Wahlprüfsteinen der planenden Berufe in Deutschland.

Building Information Modeling (BIM) dient der Erstellung von digitalen dreidimensionalen Bauwerksmodellen. Alle Beteiligten erhalten auf diesem Weg Zugriff auf virtuelle Pläne, die Steuerung von Prozessen, umfangreiche Datenbanken und 3D- bis 5D-Bauwerksmodelle.

Quelle: Pressemitteilung der Bundesingenieurkammer vom 25.10.2017

BK-Heft 2017-03

Die neue Freybrücke in Berlin-Spandau

60 Jahre Stadtautobahn in Berlin

Verwaltungsreform oder Wenn ich nicht mehr weiter weiß ….

Weiterbildungsveranstaltungen WS 2017/2018

Plädoyer für qualitativ hochwertige Ingenieurausbildung

Historische Entwicklung raumabschließender Bauteile aus brandschutztechnischer Sicht

Das vollständige BK-Heft 2017-03 kann hier aufgerufen und ausgedruckt werden.

Kein Ding ohne ING. - eine Initiative für den Ingenieurberuf.