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    Preis der
    Baukammer Berlin
    2017

     

    für besonders gute Abschluss- arbeiten auf dem Gebiet des Bauingenieur- und Vermessungswesens an den Berliner Hochschulen und der Technischen Universität Berlin aus dem Jahr 2017.

     

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    BK-Heft 2017-03

    Die neue Freybrücke in Berlin-Spandau

    60 Jahre Stadtautobahn in Berlin

    Verwaltungsreform oder Wenn ich nicht mehr weiter weiß ….

    Weiterbildungsveranstaltungen WS 2017/2018

    Plädoyer für qualitativ hochwertige Ingenieurausbildung

    Historische Entwicklung raumabschließender Bauteile aus brandschutztechnischer Sicht

    Das vollständige BK-Heft 2017-03 kann hier aufgerufen und ausgedruckt werden.

    Zurückgeschaut und vorwärts gedacht! Zehn Jahre „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst“

    Am 19. Oktober 2017 feiert die Bundesingenieurkammer zehn Jahre „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“. Zu den bislang 21 ausgezeichneten Bauwerken gehören unter anderem der Alte Elbtunnel in Hamburg, der Flughafen Tempelhof in Berlin oder die Göltzschtalbrücke.

    „In den vergangenen zehn Jahren haben wir einige der bedeutendsten Leistungen früherer Ingenieur-Generationen geehrt. Doch mit diesen Auszeichnungen schauen wir nicht nur zurück. Gleichzeitig denken wir damit an morgen und möchten junge Menschen für den wunderbaren Ingenieurberuf gewinnen, damit auch zukünftig bemerkenswerte Werke der Ingenieurbaukunst entstehen“, so Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer.

    Bei der Festveranstaltung im Potsdam Museum sprechen:

    • Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
    • Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg
    • Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer
    • Matthias Krebs, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer
    • Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur

    Den Festvortrag hält Prof. Dr.-Ing Werner Lorenz, Mitglied des Beirats „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“.

    Seit 2007 würdigt die Bundesingenieurkammer historisch bedeutende Bauwerke mit der Auszeichnungsreihe „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“. Unterstützt wird sie dabei von der Bundesregierung, den Ingenieurkammern der Länder und dem gemeinnützigen Förderverein „Historische Wahrzeichen“. Als erstes Wahrzeichen erhielt das Schiffshebewerk in Niederfinow den Titel. Die jüngste Auszeichnung geht an das Dampfmaschinenhaus in Potsdam. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Auszeichnungsreihe stellt eine Festschrift die 21 bislang geehrten Bauwerke in Wort und Bild vor.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite:

    http://wahrzeichen.ingenieurbaukunst.de

    Potsdamer „Moschee“ wird Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland

    Am 19. Oktober 2017 erhält das Dampfmaschinenhaus in Potsdam – besser bekannt als die „Moschee“ – offiziell den Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“. Gemeinsam mit der Brandenburgischen Ingenieurkammer sowie der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) ehrt die Bundesingenieurkammer das Dampfmaschinenhaus als historisch bedeutendes Ingenieurbauwerk.

    Mitte des 19. Jahrhunderts standen Ingenieure und Baumeister vor der Frage: Wie lässt sich die Fontänenanlage in den königlichen Gärten von Sanssouci mit Wasser aus der Havel versorgen? Die Lösung bestand in einer 1,8 Kilometer langen Druckleitung und einer speziell konzipierten Pumpe. Diese damals neuartige Technik hielt Einzug in eines der bis heute reizvollsten Bauwerke in Potsdam. Am 23. Oktober 1842 ließ hier August Borsigs Dampfmaschine die Fontäne vor dem Schloss Sanssouci erstmals auf erstaunliche 38 Meter Höhe steigen. Das Vorhaben war zu seiner Zeit eine technische Sensation und zeugt noch heute von der kreativen Vielfalt der Ingenieurleistungen. Fast genau 175 Jahre nach diesem Ereignis findet die feierliche Ehrung als Historisches Wahrzeichen statt.

    Ingenieurbauwerke bilden einen wesentlichen Bestandteil unserer Baukultur. Deshalb ehrt die Bundesingenieurkammer seit 2007 regelmäßig besondere „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“. Unterstützt wird sie dabei von der Bundesregierung, den Ingenieurkammern der Länder und dem gemeinnützigen Förderverein „Historische Wahrzeichen“. Im Rahmen einer Schriftenreihe erscheint zu jedem Wahrzeichen eine eigene Publikation.

    http://wahrzeichen.ingenieurbaukunst.de

    http://wahrzeichen.ingenieurbaukunst.de/publikationen/

    Baugewerbe: Bauunternehmen sind nicht für Wohnungspreise verantwortlich!

    Stellungnahme zu den Vorwürfen, die Bauwirtschaft sei allein für die Preisentwicklung im Wohnungsbau verantwortlich und baue nur Wohnungen im oberen Preissegment

    Zu den im Spiegel erhobenen Vorwürfe, die Bauwirtschaft sei allein für die Preisentwicklung im Wohnungsbau verantwortlich und baue nur Wohnungen im oberen Preissegment, erklärt der Hauptgeschäftsführer, RA Felix Pakleppa:
    Die Bauwirtschaft baut nur diejenigen Wohnungen, die von Bauherren/Bauträgern beauftragt werden. Dabei gibt sie nach den Daten des Statistischen Bundesamtes im wesentlichen die Baukostenentwicklung in den Preisen weiter. So lag nach den Daten des Statistischen Bundesamtes der Kostenindex für Baukosten in neuen Wohngebäuden in 2016 um 2 % über dem Wert von 2015. Die Verkaufspreise für Bauleistungen an neuen Wohngebäuden stiegen in diesem Zeitraum um 2,2 % (und damit wie in den Vorjahren auch). Nach der heutigen Meldung des Statistischen Bundesamtes sind die Preise seit 2008 erstmalig in einem Monat um rund 3 % gestiegen. Auch der Vorwurf: „Der Bauwirtschaft geht es einfach zu gut“ verfängt vor diesem Hintergrund nicht. Richtig ist dagegen, dass angesichts der hohen Nachfrage ein hoher Auftragsbestand vorhanden ist, der aber noch nichts über dessen Preise aussagt.

    Die hohe Nachfrage, gerade im hochpreisigen Bereich von Immobilien, ist vor allem durch die Finanzmarktkrise verursacht; danach schien eine Anlage großer Finanzmittel in Immobilien quasi alternativlos.

    Die Bauwirtschaft setzt sich dagegen seit Jahren in der „Kampagne für den Wohnungsbau“ als auch im Bündnis für bezahlbares Bauen und Wohnen dafür ein, dass mehr preiswerte Wohnungen auf den Markt kommen. Dafür muss die Politik die Rahmenbedingungen entsprechend ändern, denn ein hoher Anteil der Baukosten ist politisch indiziert. Dazu gehört für uns, verfügbare Baugrundstücke bei niedrigen Baulandpreisen zur Verfügung zu stellen, die Grunderwerbsteuer wieder zu senken, die AfA im Mietwohnungsbau von 2 auf 3 % zu erhöhen sowie die Belastungen des Neubaus durch Normen und Verordnungen zu senken. Darüber hinaus sind Bund und Länder in der Pflicht, mehr Wohnungen im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus zur Verfügung zu stellen.

    Auch im Hinblick auf die Produktivitätsentwicklung ist die Branche auf einem guten Weg. Vielfältige Maßnahmen zur Digitalisierung werden bereits von den Unternehmen in unterschiedlichem Umfang umgesetzt. Dazu gehört RFID, 3D Druck, mobile Datenerfassung bis hin zu BIM. Wie hoch das Potential am Ende ausfällt, wird allerdings erst die Zukunft zeigen.“

    Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe
    www.zdb.de

    Entwicklungskonzept für Bahn-Infrastruktur unterzeichnet

    Berlin und Brandenburg wollen mehr Eisenbahn für die Hauptstadtregion

    • Acht Korridore im Blickfeld

    Am 04.10.2017 wurde in der Konzernzentrale der Deutschen Bahn eine „Rahmenvereinbarung über das Entwicklungskonzept für die Infrastruktur des Schienenverkehrs in Berlin und Brandenburg – i2030“ gemeinsam von Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin, Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, und Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der DB AG, unterzeichnet.

    Darin erklären sich die beiden Länder als Aufgabenträger für den SPNV bereit, im Rahmen ihrer haushaltsrechtlichen Möglichkeiten die nötigen Finanzmittel für die vorbereitenden Untersuchungen und Planungen zur Ertüchtigung und Erweiterung der Eisenbahninfrastruktur in der Region bereitzustellen. So wird gesichert, dass Infrastrukturprojekte rechtzeitig beginnen können und der Nutzen bedarfsgerecht wirksam wird.

    Die Vertragspartner richten einen Lenkungskreis „i2030“ ein, der die sach- und zeitgerechte Abwicklung der vereinbarten Projekte überwacht und über die Projektliste einschließlich Anpassung und Ergänzung befindet. Die erste Sitzung dieses Gremiums wird noch in diesem Jahr, am 29. November, stattfinden. Die umfangreichen Planungs- und Prüfprozesse im Projekt i2030 werden vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) koordiniert und gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg und der Deutschen Bahn umgesetzt.

    Im Blickfeld der Gespräche stehen acht Korridore, für die auf Grundlage eines Gesamtkonzepts für den Nahverkehr Varianten untersucht werden:

    • Berlin-Spandau-Nauen
    • Potsdamer Stammbahn
    • Prignitz Express/Velten
    • Nordbahn/Heidekrautbahn
    • RE1
    • Berlin-Dresden/Rangsdorf
    • Berlin-Cottbus/Bahnhof Königs Wusterhausen
    • Engpassbeseitigung und Weiterentwicklung S-Bahnnetz

    Zitate:

    Ronald Pofalla: „Mit der heutigen Unterzeichnung der gemeinsamen Rahmenvereinbarung schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass die Schiene auch in Zukunft für die Menschen in Berlin und Brandenburg attraktiv bleibt und ihre Mobilitätsbedürfnisse erfüllt.“

    Regine Günther: „Berlin ist eine wachsende Metropole und die Verflechtung mit dem Umland steigt. Sichtbares Zeichen dafür ist die stetig wachsende Zahl von Menschen, die zu ihrem Arbeitsplatz pendeln. In der Metropolregion Berlin-Brandenburg sollen möglichst viele dieser Pendler komfortabel und zuverlässig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrem Arbeitsplatz fahren können. Dafür sind Investitionen in die Infrastruktur wie Schienen, Bahnhöfe und Züge nötig. Die Länder Berlin und Brandenburg wollen in den kommenden Jahren gemeinsam mit der Deutschen Bahn dafür sorgen, dass die Eisenbahninfrastruktur bedarfsgerecht ausgebaut wird.“

    Kathrin Schneider: „Wir müssen die Entwicklung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg in den nächsten 20 Jahren in den Blick nehmen. Planungs- und Bauprozesse nehmen viel Zeit in Anspruch. Wir müssen jetzt mit konkreten Planungen anfangen, damit wir die dynamische Entwicklung der Hauptstadtregion nicht bremsen, sondern weiter aktiv unterstützen. Wir müssen auch aufhören darüber zu diskutieren, ob die S- Bahn oder die Regionalbahn die richtige Lösung ist. Wir werden beide Systeme brauchen, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.“

    Die Geschäftsführerin des VBB, Susanne Henckel: „Wir merken es alle jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit oder beim Wochenendausflug: Die Züge werden immer voller! Vor allem in den Spitzenzeiten wird es immer schwieriger, noch einen Sitzplatz zu bekommen. Unser gutes Nahverkehrsangebot auf der Schiene kommt so gut an, dass wir nachlegen und künftig mehr Züge und mehr Kapazitäten anbieten müssen. Dafür braucht es mehr Infrastruktur wie z.B. längere Bahnsteige, zusätzliche Gleisanlagen und neue Haltepunkte. Auch müssen Engpässe auf der Schiene beseitigt werden. Die Zukunft auf der Schiene beginnen wir jetzt!“

    i2030: Entwicklungsprojekte für die Hauptstadtregion
    PDF-Dokument (127.0 kB)

    Quelle: Gemeinsame Presseinformation: Deutsche Bahn AG, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg und VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH

    Brücken verbinden

    Bereits zum dritten Mal ruft die Baukammer Berlin gemeinsam mit der Bundesingenieurkammer wieder zur Teilnahme am kreativen Schülerwettbewerb Junior ING für junge Ingenieurtalente in Berlin auf. Im Schuljahr 2017/18 lautet das Motto „BRÜCKEN VERBINDEN“.

    Die Bauaufgabe des diesjährigen Wettbewerbs ist die Planung und der Modellbau einer Fuß- und Radwegbrücke aus Papier. Die Brücke soll zwischen 7 und 12 cm breit und insgesamt maximal 80 cm lang sein. Der lichte Abstand der beiden Auflagerpunkte muss 60 cm betragen. Zwischen den beiden Auflagerpunkten dürfen keine Stützen angeordnet werden.

    Es dürfen Modelle als Einzel- oder Gruppenarbeiten von Schülern aus allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen eingereicht werden. Die Bewertung der eingereichten Modelle erfolgt in zwei Alterskategorien. Dabei treten alle Schülerinnen und Schüler bis zur Klassenstufe 8 in der Alterskategorie I, sowie alle Schülerinnen und Schüler ab der Klassenstufe 9 in der Alterskategorie II, an. Die beste Wettbewerbsarbeit je Alterskategorie nimmt am länderübergreifenden Bundeswettbewerb teil.

    Der Schülerwettbewerb „Junior ING, der in Berlin unter der Schirmherrschaft der Senatorin Sandra Scheeres, von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft steht, soll den Ingenieurgeist der Schüler und Schülerinnen und das Interesse an einem Ingenieurberuf wecken. Die feierliche Preisverleihung findet, wie bereits in den letzten beiden Jahren, an der htw Berlin statt. So erhalten die Schülerinnen und Schüler erste Eindrücke einer Hochschule und eines Ingenieurstudiums.

    Die Anmeldung zum Wettbewerb erfolgt bis zum 30. November 2017 auf der Internetseite, dort sind auch alle weiteren Informationen zum Wettbewerb zu finden:

    www.bruecke.ingenieure.de

    Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer und sind schon auf die kreativen Konstruktionen gespannt!

    2. Appell der Initiative zur Erhaltung des Garagen-Palasts

    Berlin droht mit dem geplanten Umbau des Charlottenburger Kantgaragen-Palasts ein erneut großer Denkmalverlust und damit ein unwiederbringlicher Schaden an einem einmaligen Verkehrsbauwerk der Bauhausschule von Weltrang.

    Sehr geehrter Herr Gädeke,

    sehr geehrter Herr Senator Lederer,

    sehr geehrter Herr Baustadtrat Schruoffeneger,

    I Bedeutung und Denkmalwert

    Die Gründe für den Erhalt der Kantgarage als europäisches Kulturerbe sind gewichtig und vielfältig: Das von 1929 bis 1930 errichtete Verkehrsbauwerk der Neuen Sachlichkeit ist ein bis heute nahezu unverändert erhaltener Schlüsselbau der europäischen Mobilitätsgeschichte und der Bautypologie einer Hochgarage. Sie ist eines der wenigen noch erhaltenen Bauwerke dieses Typs aus dieser Zeit in Deutschland und in Europa, wie dies die Kunsthistoriker René Hartmann und Thomas Katzke als

    Hochgaragenexperten in ihren umfangreichen Forschungen nachgewiesen haben.

    Die Kantgarage ist als Zeugnis der Neuen Sachlichkeit einzigartig und noch vorhanden in ihrer überkommenen materiellen Substanz. Der besondere Erhaltungszustand ergibt sich vor allem aus der ununterbrochenen Nutzungskontinuität als Hochgarage und einer nicht durchgeführten grundsätzlichen Instandhaltung und Erneuerung über Jahrzehnte. Das einzigartige baukonstruktive Erbe betrifft im Besonderen die gläsernen Vorhangfassaden (curtain wall) an den beiden Hauptseiten des Gebäudes; die beinahe unverändert erhalten sind. Erinnert sei an die hohen Substanzverluste des Welterbes Bauhaus, die hier weitgehend ausblieben. Die kühne Stahlbetonskelettkonstruktion, die doppelgängige Wendelrampe sowie die Fahrzeugboxen mit ihren einmaligen Gliederschiebetoren der Tempelhofer Firma Heinrichs machen die Kantgarage zu einem unverwechselbaren Bauwerk.

    Die Kantgarage ist das letzte verbliebene Bauwerk des Architekten Hermann Herrey-Zweigenthal in Deutschland und das einzige Bauwerk aus der Bürogemeinschaft mit dem Bauhäusler Richard Paulick. Sie ist zugleich Zeugnis von Unrecht und Vertreibung, da sowohl die Architekten als auch der Eigentümer der Hochgarage, Louis Serlin, vor den Nationalsozialisten ins Exil fliehen mussten.

    II Das neue Projekt „Garagenpalast“ bewahrt Erinnerung an den Garagenbau aber nicht das Denkmal

    Was nützen nun die festgestellten Bedeutungszuschreibungen und weltweiten Einzigartigkeiten, wenn weder der Eigentümer noch seine Architektin in ihrem Entwurf „Garagenpalast“ sowohl die besondere Eigenart der Gebäudetypologie noch die Nutzungsart dieser Hochgarage erfassen, und durch die Umnutzung der Garage in ein Büro-Galerie-Foodstore-Penthouse gerade diese materiellen, konstruktiven und durchdachten Besonderheiten ad absurdum führen. Letzteres – ein Penthouse – wäre noch ein denkmalverträgliches Element als Ersatz für das im 2. Weltkrieg zerstörte Wohnhaus des Eigentümers neben der Garage. Die beiden curtain walls sind nach Aussage der Planer so marode, dass sie nur nachgebaut werden können, sie damit jedoch in ihrer derzeitigen Form und Ausführung verloren gehen würden. Die Umbauvorstellungen des Eigentümers und seine Absicht diese zu verwirklichen, hätte die Zerstörung der Authentizität dieses außergewöhnlichen Gebäudes zur Folge. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an den Um- und Neubau des Bikinihauses am Breitscheidplatz. Obwohl der vorliegende Entwurf die bauliche Erhaltung der doppelgängigen Wendelrampe (Doppelhelix) vorsieht, wird durch die geplante Nutzung im Gesamtkomplex, deren Eigenart einer öffentlich zugänglichen Straße aufgegeben, sie wird Sackgasse und zum Bürgersteig herabgestuft. Da alle Garagenebenen ihre ursprüngliche Nutzung im derzeitigen Konzept verlieren, werden auch die Garagenboxen mit ihren in überwiegend gutem Zustand befindlichen Gliederschiebetoren für die Öffentlichkeit aber auch für die Nutzer bedeutungslos.

    III Fazit aus Sicht der Initiative für den Erhalt des Kantgaragen-Palast

    Der derzeitige Entwurf des Eigentümers für die Erneuerung und den Umbau der Kantgarage zeigt wenig Verständnis für die Eigenart des bestehenden Hauses und seiner vorgegebenen Nutzungsart.

    Im Gegensatz zum Eigentümer des Gebäudes sieht die Initiative eine günstige Gelegenheit, das Haus wie in seinem Ursprung geplant, weiterhin für eine mobile Nutzung zu sichern und damit auch der Öffentlichkeit die Zugänglichkeit zu erhalten. Jede Umnutzung hat bauaufsichtsrechtlich erforderliche Veränderungen am Gebäude zur Folge und damit einen Verlust von überkommener, materieller Substanz. Jede Umnutzung stellt zunächst die konstruktiven und gestalterischen Elemente des Garagenbauwerks infrage, definiert sie um, lässt sie, wie im Fall der Wendelrampe, sogar in eine funktionale Leere laufen. Jede Umnutzung muss daher von allen Beteiligten auf ihren Wert mit der vorhandenen Bausubstanz überprüft werden. Hierbei ist nach Auffassung der Initiative bei diesem hochkarätigen und einzigartigen Bauwerk der Moderne ein gleichwertiger Maßstab anzulegen.

    Die geltenden Denkmalschutzkonventionen sowie das Denkmalschutzgesetz des Landes Berlin gelten ungebrochen. Die Initiative hält aus oben genannten Gründen einen schnelleren Baubeginn, der sich derzeit durch die Entmietung der Tankstelle und der Errichtung von Baugerüsten ankündigt, für fatal. Der Eigentümer sollte seine Planungen zunächst ruhen lassen und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, um so über eine sichere Grundlage für die weitergehende Planung zu verfügen. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf begrüßt und unterstützt diese Vorgehensweise und sollte in der Denkmalrechtlichen Genehmigung die Ziele des Erneuerungsprojekts konkretisieren und eine Machbarkeitsstudie bzw. einen Denkmalpflegeplan zum Bauprogramm verbindlich festlegen. Diese Machbarkeitsstudie/ Denkmalpflegeplan sollte folgenden Aufbau verbindlich festschreiben:

    • Wissenschaftlich fundierte Einschätzung der kulturellen Bedeutung des Baudenkmals
    • Bestandsbeschreibung (Bau-. Veränderungs- und Sanierungsgeschichte; Einschätzung

    des Bestands hinsichtlich seiner Originalität)

    • Bauuntersuchung, Befunde und Bewertung (Zustand der Fassaden, des Tragwerks, der

    Ausstattung)

    • Bedürfnisse des Eigentümers und seiner potentiellen Nutzer
    • Bewertung der bisher vorgelegten Planungen des Eigentümers
    • Definition des Sollzustandes und mögliche Vorgehensweisen bei der Instandsetzung,

    Schutzmaßnahmen für die Denkmalsubstanz und deren erforderliche Zwischenlagerung

    (siehe Neue Nationalgalerie)

    • Kosten und Termine
    • Rahmenbedingung, Finanzierung und Förder- und Denkmalmittel

    Nach mehrjährigem Bemühen, den Abrissabsichten des bisherigen Eigentümers entgegenzuwirken, ist die Initiative dankbar über die vom neuen Eigentümer gezeigte Bereitschaft, Erkenntnisse aus den Untersuchungen in seine Planung einfließen zu lassen. Gleichzeitig muss die Initiative jedoch feststellen, dass die jetzt vorliegenden Pläne gravierende Defizite im Umgang mit der denkmalgeschützten Bausubstanz der Kantgarage zeigen bzw. diese billigend in Kauf nehmen. Sollten die zu Papier gebrachten Gedanken baurechtlich genehmigt und somit auch verwirklicht werden, ist von einem gravierenden Baukulturellen Verlust auszugehen. Eine Chance wäre vertan, ein wertvolles Bauwerk in seiner ehemaligen Erscheinung wieder zu erwecken. Wir, die Unterzeichner, sind davon überzeugt, dass in gemeinsamer Kraftanstrengung von Eigentümer und Zivilgesellschaft die erneuerte Kantgarage als herausragendes Zeugnis der Berliner Baukultur einen dauerhaften Platz in der Stadt wiedererlangen kann. Der Erhalt und die Erneuerung der Kant-Garage sollten deshalb zur gemeinsamen Aufgabe werden.

    Frank Augustin; Andreas Barz; ; Jürgen Bauer; Peter Baumgärtner; Reiner Berg; Thomas Bestgen; Cornelia Biermann-Gräbner, Winfried Brenne; Rainer Bohne; Franziska Bollerey; Dr. Nicola Bröcker; Bürgerstadt Aktiengesellschaft Winfried Hammann; Melanie Buschmann; Bürgerverein Hansaviertel e.V., Filippa Carlini; Silvia Carpaneto; CLB Berlin aufbau haus Sally Bellow; Markus Coelen; Bernd Cronjaeger; Julia Dech; Monika Dickewied; Birgit Dietsch; Deutsches Nationalkomitee von TICCIH (The International Committee for the Conservation of the Industrial Heritage); DOCOMOMO Deutschland e.V.; Silvia Fehrmann; Thomas Flierl; Axel Föhl; Förderverein Corbusierhaus e.V.; Karin Gavin-Kramer; Siegwart Geiger; Jakob Geiger, Markus Goldwald; Florian Golze; Martin Götz; Andreas Graeff; Joanna Gröning; Rolf Groth; Ulrich Gümbel; Mila Hacke; Eva-Maria Hässler; René Hartmann; Haus der Kulturen der Welt, Bernd Scherer; Ute Heimrod; Georg Heinrichs; Henriette Heischkel; Wiebke Henning; Matt Henning; Hermann Henselmann Stiftung; Alexander Hoff; Jürgen Hofmann; Gajana Holland; Petra Marion Huhn; Interessengemeinschaft Verbandsgebundener Architekten Berlin IVAB; Christine Jachmann; Annemarie Jaeggi; Ernst Jakoby; Franz Jaschke; Werner Jockeit; Günter Kaesbach; Jutta Kalepky; Simone Kalz; Merlin Winnetou Kampmann; Georg Knacke; Kai Kappel; Helmer Karau; Michael Kasiske; Thomas Katzke; Masen Khattab; Nikola Kneiseler; Marc Kneiseler; Götz Kneiseler; Jens-Uwe Köhler; Jürgen König; Dieter Kosslick; Thomas Krebs; Dr. Celina Kress; Andreas Krüger; Sabine Kruschwitz; Ingeborg Kuhler; Michael Kuhn METAPOL Planungsbüro; Heidrun Kunert; Guido Lambeck; Ute Langeheinecke; Werner Lorenz; Stefan Lukschy; Dr. Uwe Neumann; Ulrich Nickmann; Markus Nitschke D:4 Architektur; Angelika Noss; Karl Pächter; Helga Pahl; Paolo Pozzolini; Günter Plessow; Roland Prejawa; Monika Puginier; Jean-Loup Puginier; Caroline Raspé; Andreas Reidemeister; Bernd Reimers; Michael Roeder; Walter Rolfes ; Matthias Rudolph; Schaustelle Nachkriegsmoderne; Markus Scheffler; Gabriele Schlenk; Claudia Sieper; Gerhard Schleuzig; Bernhard Schmidt; Margot Schmidt-Nehmet; Thomas Schmidt; Helga Schmidt-Thomsen; Karl-Heinz Schneider; Marc Schulte; Sigrid Schultz; Barbara Schultz; Hermann Schultz; Reinhard Schumacher; Brigitte Schütz; Guido Schwarzendahl Bauverein Halle und Leuna eG; Bernd Seegers; Frank Seehausen; Daniel Semler, Reinhard Semmler; Carola Seppeler; SRL Regionalgruppe Berlin-Brandenburg; Leonard Steidle; Thomas Steigenberger; Wolfgang Steinel; Studentendorf Schlachtensee eG; Winfried Sühlo; Annegret Sühlo; Norbert Tempel; Gabriele Thuns; Urban Cargo FMRP UG; Gisela Voss-Geiger; Charis Wegener; Johannes Wendland; Klaus Wiechers; Wiesenstraße29 eG; Michael Zajonz; Anke Zalivako; Die Zusammenarbeiter, Christian Schöningh

    Kontaktbüro der Initiative zur Erhaltung der Kantgarage

    Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft Berlin (IBZ)

    Andreas Barz

    Wiesbadener Straße 18

    14197 Berlin

    andreas.barz@studentendorf.berlin

    Prüfung bundesrechtlicher Vorschriften: Schweine brauchen Platz

    Aus der Sitzung des Senats am 26. September 2017:

    Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Dr. Dirk Behrendt, beschlossen, die bundesrechtlichen Vorschriften zur Haltung von Schweinen durch das Bundesverfassungsgericht überprüfen zu lassen.

    Senator Dr. Behrendt: „Die Bedingungen in vielen deutschen Schweineställen verstoßen gegen das Tierschutzgesetz und auch gegen die Verfassung. Zwar wird im Land Berlin nur eine sehr geringe Zahl von Schweinen gehalten. Jedoch haben die Berliner Verbraucherinnen und Verbraucher die berechtigte Erwartung, dass Tiere auch in der konventionellen Aufzucht so gehalten werden, dass ihre artspezifischen Grundbedürfnisse geachtet werden.“

    Nach Artikel 20a des Grundgesetzes schützt der Staat die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung. Die Verfassung von Berlin sieht in Artikel 31 Absatz 2 vor, dass Tiere als Lebewesen zu achten und vor vermeidbarem Leiden zu schützen sind.

    Entgegen dieser Vorgaben verstoßen nach Auffassung vieler Experten die Vorschriften zur Haltung von Schweinen nach der Tierschutz-Nutztierverordnung gegen die artspezifischen Grundbedürfnisse von Schweinen. Insbesondere ungenügendes Platzangebot, das Fehlen separater Liegeplätze und unzureichende Beschäftigungsmöglichkeiten drängen die Grundbedürfnisse unangemessen und damit tierschutzwidrig zurück.

    Der Senat macht daher von seinem im Grundgesetz vorgesehenen Recht Gebrauch, die fraglichen Vorschriften durch einen Antrag auf abstrakte Normenkontrolle vom Bundesverfassungsgericht überprüfen zu lassen.

    Quelle: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

    Programmwettbewerb zur Bauakademie startet

    Interdisziplinärer Wettbewerb richtet sich an Architekten, Ingenieure, Stadtplaner, Ausstellungsgestalter und Veranstaltungsagenturen

    Im Herzen Berlins und am ursprünglichen Standort soll die Bauakademie Karl Friedrich Schinkels wiedererrichtet werden. Das Bundesbauministerium gibt heute unter dem Motto „So viel Schinkel wie möglich“ den Startschuss für den Programmwettbewerb.

    In dem Wettbewerb sollen Ideen für die künftige Nutzung und ein möglichst flexibles Raumprogramm entwickelt werden. Die Nationale Bauakademie soll mit Bundesmitteln in Höhe von 62 Millionen Euro wiedererrichtet und im Jahr 2023 eröffnet werden.

    Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Mit der Nationalen Bauakademie wollen wir einen Ort schaffen, an dem die verschiedenen Aspekte des nachhaltigen Planens und Bauens und der Stadtentwicklung dargestellt und in einer lebhaften gesellschaftlichen Diskussion weiterentwickelt werden. Schinkels rekonstruierte Akademie darf keine bloße Kopie des Originals werden, sondern muss eine Denk- und Kreativfabrik sein, die Wissenschaft und Kunst, Forschung und Lehre, Theorie und Praxis unter einem Dach zusammenführt.“

    Die heute vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) veröffentlichte offizielle Bekanntmachung des Programmwettbewerbs richtet sich sowohl an Architekten, Ingenieure und Stadtplaner als auch an Ausstellungsgestalter und Veranstaltungsagenturen, die möglichst als Teams zusammenarbeiten sollen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen im Anschluss in einen offenen Realisierungswettbewerb einfließen. Baubeginn könnte dann ab 2021 sein.

    Über die architektonische Gestaltung und künftige Nutzung wurde in den vergangenen Monaten in drei Dialogforen mit mehreren hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern öffentlich diskutiert. Die Ergebnisse der Foren sind eine wichtige Grundlage für den Programmwettbewerb. Die Nationale Bauakademie will nicht in Konkurrenz zu bestehenden Architekturinstitutionen treten, sondern versteht sich als Teil eines Netzwerks von Architekturzentren und -museen in Berlin, in Deutschland und weltweit. Dieser Anspruch führte auch zur Zusammenstellung der international besetzten Jury.

    Jury-Preisrichter:

    • Giovanna Borasi, Architektin, Canadian Centre of Architecture, Montreal
    • Nikolaj Sveistrup, Architekturvermittler, Danish Architecture Center, Kopenhagen
    • Eva Franch I Gilabert, Architektin, Storefront for Art and Architecture, New York
    • Barbara Ettinger-Brinckmann, Architektin und Präsidentin der Bundesarchitektenkammer e. V.
    • Hans-Ulrich Kammeyer, Bauingenieur und Präsident der Bundesingenieurkammer
    • Prof. Dr. Elisabeth Merk, Architektin, Stadtbaurätin und Präsidentin der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, München
    • Heiner Farwick, Architekt und Präsident des BDA, Berlin
    • Prof. Dr. Bernd M. Scherer, Intendant Haus der Kulturen der Welt, Berlin
    • Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin, Land Berlin
    • Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMUB

    Weitere Termine:

    Ausgabe der Unterlagen für den Programmwettbewerb 16. Oktober 2017

    Abgabe der Wettbewerbsarbeiten 26. Januar 2018

    Entscheidung der Jury des Programmwettbewerbs April 2018

    Realisierungswettbewerb 2018

    Planung, Bauvorbereitung, Ausschreibung 2019

    Baudurchführung, Ausstattung 2020 bis 2022 Eröffnung / Inbetriebnahme 2023

    Hinweise zur Einführung der Unterschwellenvergabeordnung – UVgO

    Die UVgO ist keine unmittelbar wirkende Rechtsverordnung. Zwar wurde sie bereits am 07.02.2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht, hieraus erfolgte aber keine Rechtsverbindlichkeit.


    Einführung auf Bundesebene

    Mit Rundschreiben des Bundesfinanzministeriums vom 01.09.2017 zur Neufassung der Allgemeine Verwaltungsvorschrift zu § 55 BHO wurde die UVgO nun auf Bundesebene eingeführt und trat damit zum 02.09.2017 in Kraft.

    Gemäß Nr. 2 der Verwaltungsvorschrift haben Behörden und Einrichtungen des Bundes bei der Vergabe von Liefer- und Dienstleistungen unterhalb der EU-Schwellenwerte die UVgO anzuwenden.

    Damit gilt die UVgO zunächst jedoch nur auf Bundesebene.

    In den Bundesländern ist zur Rechtsverbindlichkeit der UVgO noch die landesrechtliche Umsetzung im Rahmen der Landeshaushaltsordnungen erforderlich.

    Besonderheit: freiberufliche Leistungen

    Im Rundschreiben des BMF ist die Anwendung der UVgO für die Vergabe von Liefer- und Dienstleistungen vorgeschrieben.

    Daneben enthält § 50 UVgO für die Vergabe von freiberuflichen Leistungen eine eigenständige Regelung. Danach kann die Vergabe von freiberuflichen Leistungen ohne Bindung an die übrigen Vorschriften der UVgO erfolgen. Es gibt somit hinsichtlich der Verfahrensart für die Vergabe freiberuflicher Leistungen keine bindenden Vorgaben an die Verfahrensarten der UVgO. Es muss aber so viel Wettbewerb geschaffen werden, wie dies nach der Natur des Geschäfts oder nach den besonderen Umständen möglich ist. Damit wird an der bisherigen Verfahrenspraxis für die Vergabe von freiberuflichen Leistungen unterhalb der Schwellenwerte festgehalten. (s. auch RS des BMUB v. 08.09.2017 – Anlage).

    Einführung in den Ländern

    Für die Einführung der UVgO in den Ländern ist zu darauf zu achten, dass entsprechend der Formulierung des § 50 UVgO an der bisherigen Vergabepraxis für die Vergabe von freiberuflichen Leistungen festgehalten und für diese keine Anwendung der für Liefer- und Dienstleistungen geltenden Verfahrensarten der UVgO vorgeschrieben wird.

    Quelle: Bundesingenieurkammer
    Berlin, 15.09.2017

    Kein Ding ohne ING. - eine Initiative für den Ingenieurberuf.